Klarissenkloster
Die
Arbeiten an diesem geräumigen Gebäudekomplex wurden im Jahr 1605 von dem
in Neapel ansässigen Levanteser Cesare Zattara begonnen und hatten zum
Ziel, einem Klarissenklausurkloster Heimat zu bieten. Aufgrund des hohen
finanziellen Aufwandes gingen die Bauarbeiten nur langsam voran, sodass
erst im Jahr 1688 die ersten Ordenschwestern einzogen. Zuerst wurde die
Dreifaltigkeitskirche (das heutige dem Hl. Rochus geweihte Oratorium)
fertig gestellt; zwischenzeitlich ging der Besitz durch eine Schenkung der
Familie des Gründers an die Gemeinde Levanto über, die es jedoch trotz
nicht unerheblichen finanziellen Einsatzes nie fertig brachte, das Gebäude
in seiner Gesamtheit zu vollenden (tatsächlich besaß es schon von jeher
nie einen Südflügel, sondern wurde einst zur Strandseite hin durch eine
hohe Außenmauer abgeschlossen). Im Anschluss an die napoleonische
Beschlagnahme aller Kirchengüter wechselte der Gebäudekomplex mehrmals
den Besitzer, um dann um die Mitte des 20. Jh.s wieder unter die Obhut der
Gemeinde Levanto zu gelangen. Heute sind hierin die Büros der
Gemeindeverwaltung, die Öffentliche Bibliothek, die Montanunion der zur
Provinz La Spezia gehörenden Riviera, das touristische
Informationszentrum, der Informationspunkt des Nationalparks Cinque-Terre
und eine Bankfiliale untergebracht.
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